Günther Tritschler
Diese nichtalltägliche Rezension ist eine Ehre
für den Tettnanger Autor
Freude bei Günther Tritschler: Der Tettnanger Autor hat Einzug ins Frankreich Jahrbuch 2025 gefunden.Sein Buch „Die Republik von Frankreich und Deutschland“ wird darin besprochen.
TETTNANG - Im Nomos Verlag aus Baden-Baden ist zu Monatsbeginn das „Frankreich Jahrbuch 2025“ erschienen, das vom Deutsch-Französischen Institut (dfi) in Ludwigsburg herausgegeben wird. Der 39. Jahrgang hat die „Sicherheit in Europa – Sicherheit für Europa“ zum Thema.
Besonderheit für die Region: Enthalten ist eine zweiseitige Rezension von Dr. Stefan Seidendorf, der sich Günther Tritschlers Buch „Die Republik von Frankreich und Deutschland. Zwei Diamanten neu gefasst für Europa“ annimmt. Der Autor wohnt in Tettnang.
Seidendorf seinerseits ist stellvertretender Direktor des dfi. Er versteht das Buch als Beitrag aus der Zivilgesellschaft; darum könne es „natürlich nicht an den Maßstäben einer wissenschaftlichen Fachveröffentlichung gemessen werden, dennoch ist es sehr seriös gearbeitet“. Er nennt das Buch ein Ergebnis einer „langen und persönlichen Auseinandersetzung mit der Frage über die Zukunft Europas und die Rolle, die Frankreich und Deutschland dabei spielen sollten.“ Tritschlers Buch biete „einen Überblick über die historische Entwicklung seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs, und zwar sowohl, was den europäischen Integrationsprozess betrifft, als auch die deutsch-französische Freundschaft.“
Aus Sicht des Wissenschaftlers weist Seidendorf auf ein paar Lücken in der Analyse des Autors hin. Zur jetzigen Situation des deutsch-französischen Verhältnisses wäre eine Auseinandersetzung mit aktueller politikwissenschaftlicher Literatur hilfreich gewesen. Und zu Tritschlers These der notwendigen Union beider Länder und deren politischer und sozialer Legitimität gebe es politikwissenschaftliche Untersuchungen, die eine Diskussion gerechtfertigt hätten, so Seidendorf. Andererseits lobt er den Beitrag von Tritschlers Buch zur aufkommenden „utopisch anmutenden“ Debatte über Modelle zur differenzierten Integration, wie etwa ein „Kerneuropa“. Seidendorf schließt: „Zu dieser Debatte trägt Tritschlers Buch seinen Teil bei, und der Charme liegt gerade darin, dass hier kein professioneller Publizist, Politiker oder Aktivist schreibt, sondern eine Privatperson, die ihr leidenschaftliches Bekenntnis zu einer deutsch-französischen Union liefert.“Aufgrund seines Buches war Günther Tritschler vor Kurzem zur Jahreskonferenz des Deutsch-Französischen Instituts nach Ludwigsburg eingeladen. Mit großem Interesse habe er an den zwei Tagen dort teilgenommen, berichtet der 85-Jährige, der in der Siedlung Löwental in Friedrichshafen aufgewachsen und seit mehr als 20 Jahren in Kau wohnhaft ist.
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